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Seniorenwohnungen Josef-Stift, Buchen

Art Realisierungswettbewerb, 1995
Ort Buchen / Odenwald
Auslober Stadt Buchen
Bearbeiter H. Baurmann
Platzierung 2. Rg.
Publikation Wettbewerbe Aktuell 12/1995


  • Der Neubau nimmt betreute Altenwohnungen, behindertengerechte Wohnungen sowie den Pflegestützpunkt (Pflegebad) auf. Er ist über einen gedeckten Gang niveaugleich an den Altbau angeschossen (Treppen, Lift).
  • Der bestehende Mittelbau wird zur Sozial- und Arztstation umgebaut; im Dach finden zwei (Schwestern-) Appartements Platz.
  • Seitenbauten werden für Sozialwohnungen genutzt, die z.T. behindertengerecht über Rampen erschlossen sind.
  • Gemeinschaftsflächen finden im südlichen Seitenbau Platz. Die Erschließung ist behindertengerecht.
  • Die Energiezentrale befindet sich im umgebauten Kellergeschoß des Mittelbaus.
Erschließung

  •  Zufahrt von Abt-Bessel-Straße zu hofseitigen Stellplätzen
  • Feuerwehr-Umfahrt auf Schotterrasen
  • Anbindung des Neubaus in jedem Geschoss über Laubengänge
  • Wohnungserschließung über einläufige Treppe/Lift und Laubengang
  • Gemeinschaftsbereiche im Altbau sowohl von Straßenseite als auch (behindertengerecht) von Gartenseite aus erschlossen.
  • behindertenfreundliche Geländemodellierung


Umnutzung Altbau

  • Bestand wird weitestgehend genutzt: Sozial und Arztstation, Gemeinschaftsräume
  • Einfacher Ausbaustandard der Sozialwohnungen, geringe Änderungen
  • Minimierung der Neubauflächen durch hohen Umnutzungsgrad


Konstruktioin Neubau

  • Holzsystembauweise, Elementierung
  • Schotten als fixe Scheiben, minimierte Deckenspannweiten
  • Fassaden nichttragende, standardisierte Holzelemente, Ostseite mit Laubengang als Wetterschutz, Westseite raumhoch verglast mit Loggien und Schiebeläden.
  • Pultdachkonstruktion selbsttragend, vorgefertigte Nagelplattenbinder im Raster, Faserzementwellplatten als Großtafeln auf einfachster Unterkonstruktion, einseitige Entwässerung der Dachfläche
  • minimierte Streifenfundamente auf Frostschutzkies
  • Verzicht auf Keller


Ausbau Neubau

  • Wohnungen mit ostseitiger Funktions- und westseitiger Aufenthaltszone
  • Gipskarton-Ständerwände, partielle Flexibilität auch nach der Fertigstellung
  • Schiebe-Elemente, Mehrfach-Konditionierung der Räume
  • Standardisierte Küchen und Bäder
  • Querlüftung, Sonnenschutz durch Schiebeläden (auch vor Loggia)
  • Oberflächen: Wände und Decken Gipskarton gespachtelt und gestrichen, Böden Linoleum auf Fließestrich, Laubengang und Loggien Holzdielenbelag
  • Zentrale Energieversorgung, Installation in Ständerwänden, Heizleitungen hinter Sockelleisten bzw. Aufputz

Freianlagen

  • Minimierung des Neubaus durch Umnutzung des Bestands
  • Behutsame Einfügung in den Park, weitgehender Erhalt des Baumbestandes
  • Modellierung des Geländes behindertenfreundlich, Verzicht auf Geländestufen
  • Ebenerdige Stellplätze in kleinen Einheiten, Verzicht auf Tiefgarage
  • Minimierung der Bodenversiegelung (Schotterrasen, Kies)
  • Verzicht auf Kellerausschachtung
  • Feuerwehr-Umfahrt auch auf Gebäuderückseite
  • Durchgänge zur Straße, fließende Übergänge von öffentlichen zur halbprivaten Zonen
  • Loggien nach Westen, Laubengang nach Osten
  • Große, zusammenhängende Garten- und Parkflächen für Bewohner


Kosteneinsparung

  • Minimierung der Neubauflächen
  • Kompakte Baukörper
  • Verzicht auf Kellergeschoss
  • Elementierung, Vorfertigung, Holzbauweise
  • Stapelung, Baukastenprinzip
  • Sinnvolle Auslegung der WSVO
  • Geringe Deckenspannweiten, Schotten
  • Elementierte Fassade
  • Gleiche Wohnungstypen
  • Flach geneigtes Pultdach
  • Erschließung über Laubengang, offenes Treppenhaus
  • Einfache Details, einfacher Ausbaustandard
  • Zentrale Energieversorgung, Verzicht auf Schornstein
  • Installation in Stockwerkssträngen, Aufputz
  • Minimiertes Erschließungskonzept
  • Ebenerdige Stellplatzanordnung